Kreativität, Kultur und Computerspiele
Von Lena Eierhoff • 25. Mai 2009 • Kategorien: Top StoryWer stundenlang an Little Big Planet gebastelt oder bei Spore-Kreaturen zum Leben erweckt hat, weiß es. Wer sich zusammen mit Freunden einen ganzen Abend bei einer Runde Mario Kart oder in einem der zahlreichen Onlinespiele amüsiert hat, weiß es auch. Und wer sich beim Tod seines Lieblingshelden schon mal die ein oder andere Träne wegdrücken musste, weiß es erst recht: Computerspiele sind Kultur!
Genau diesen Grundsatz macht sich jetzt bereits zum zweiten Mal das Living Games Festival zu Eigen und veranstaltet vom 27.-30. Mai in Bochum ein Fest für das Phänomen Computer- und Videospiele. Euch erwartet dort allerdings keine große Messe mit jeder Menge „Bling, bling“ und schöner Grafik, sondern eher Diskussionen um die Qualität sowie die Inhalte der Spiele.
Das gut gefüllte Programm teilt sich in mehrere Themenblöcke. Podiumsdiskussionen zum Thema Jugendschutz sind also genauso an der Tagesordnung, wie Storytelling und Communities in allseits bekannten Spielen. Besonders interessant wird sicherlich das am 28. Mai tagende Jugendschutz-Forum in dem Wissenschaft, Politik und Gamesbranche aufeinander treffen.
Du magst es lieber kreativ? Dann ist der 29. Mai wohl der richtige Festivaltag für dich. Hier wird erläutert wie Spiele wie Risen entstehen, wie man Charaktere entwickelt und was Game Artists auszeichnet. Wer dann noch etwas für die Aufklärung der älteren Generation tun möchte, kann seinen Eltern z.B. den Vortrag des Gameparents e.V. ans Herz legen. Am letzten Tag des Festivals dreht sich nämlich alles um das Thema Games & Familie.
Wer sich selber eher als Jungdesigner versteht, kann sich nicht nur über Berufsbilder der Gamesbranche informieren, sondern auch gleich aktiv einsteigen und sich um den „Living Games Independent Award“ bewerben. Präsentiert eure schmucken Spiele-Kreationen (egal ob schon komplett fertig oder nicht) und lasst die Besucher darüber abstimmen, wer den Preis am meisten verdient hat. Der Gewinner ist außerdem sofort für den Gamesload Newcomer Award des deutschen Entwicklerpreises nominiert. Wir sind gespannt, wer sich in diesem Jahr hervortun wird und werden euch natürlich darüber berichten.
Nur Vorträge klingen euch zu langweilig? Keine Sorge, natürlich gibt es auch ein Rahmenprogramm und wie auf solchen Festivals üblich auch die Möglichkeit mit den Referenten und anderen Mitgliedern der Branche ins Gespräch zu kommen. So könnt ihr also z.B. auch selbst einige Spiele testen. Auch wenn es in diesem Jahr keine Party wie im letzten Jahr geben soll, könnt ihr doch in einem allabendlichen „Get Together“ gemeinsam den Abend gemütlich ausklingen lassen.
Die Eintrittspreise sind gerade für Schüler und Studenten mit 6,99 Euro sehr human. Mit einer Dreitageskarte kann man sogar noch ein bisschen mehr sparen. Wer sich jetzt schon sicher ist, dass das Festival genau das Richtige für ihn ist, kann in unserem Forum-Gewinnspiel zwei von 100 Freikarten gewinnen.
Wir sind gespannt wie die Diskussionen und natürlich auch der Newcomer-Award in Bochum über die Bühne gehen. Natürlich sind auch wir von Wheel of Games vor Ort und halten euch auf dem Laufenden.
Lena "Amonbell" Eierhoff
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Das gute alte Spore… hab ich Stunden mit verbracht irgendwelche lustigen Kreaturen zu erschaffen :)
Und ja: Games sind wirklich Kult! Ich hoffe das wir in Deutschland zukünftig so eine Communitysituation wie in Japan oder China haben, wo Games als Kulturgut anerkannt werden und sich entsprechend in mehrere Dörfern und Städten Spielvereine gründen! Das wär echt super! Zurzeit ist die Gameingbranche immernoch als Szene verschrieen und ich hoffe das wird sich in Zukunft legen.
Daher finde ich auch solch ein Projekt wie Living Games echt super.
Weiter so! Das bisherige Programm hat mir echt gefallen!
Videospiele waren für mich schon immer Kultur und soziales Medium, alleine deswegen weil sie zum treffen und miteinander reden animiert haben. Wenn ich dran denke wie ich mich als Knirps mit freunden über das Wochenende verabredet habe, um Secret of Mana, damals ganz neu für das SNES, durchzuspielen. Und wie wir gestaunt haben. Das gleiche einige Jahre später mit Final Fantasy, wo dann durchaus auch die eine oder andere Träne im Hintergrund lief. Und jedesmal gab`s Gesprächsstoff über Wochen. Meine Eltern, die schon auf dem CD-I Spiele Puzzle / Gruselspiele wie The 11th Hour und The 7th Guest toll fanden, und dann auf dem PC mit Adventures weitergemacht haben. Alles Erfahrungen über die man sich austauschen kann, und über die man zwischenmenschliche Schnittpunkte finden kann.
Sowas hat einfach sein eigenes Festival verdient :)