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GCO-Radio: Interview zum Thema eSport

Von Martin Eichler • 25. Jul 2009 • Kategorien: Games Convention Online, News

Die vierte Radiosendung zur Games Convention Online startete diesmal mit dem Thema eSport durch. Auf der Messe in Leipzig ist eSport kein Unbekannter, im Gegenteil. Die National Finals der World Cyber Games werden dieses Jahr hier ausgetragen. Zudem hat sich ein Großteil der Besucher sicherlich schon einmal mit eSport auf die eine oder andere Weise auseinandergesetzt. Grund genug also, um ein paar Profis zum Mikrofon zu bitten und ihre Erfahrungen zum Thema eSport mitzuteilen zu lassen.
Die Insider Thomas von Treichel, Verantwortlicher der World Cyber Games, Pascal”Dackel”Pfefferle, Goldmedaillengewinner bei den World Cyber Games in der Disziplin Command&Conquer und Josh Vögeding, Coach und Teamchef der Deutschen eSport Nationalmannschaft, geben im Interview mit Julius”Amrac”Kuschke und Lena”Amonbell”Eierhoff Einblicke in den Bereich des eSports.

Was bringt die Zukunft?

Wie die Zukunft für den eSport aussieht, gerade was die Entwicklung in Deutschland und allgemein in Europa angeht, inwiefern man den europäischen Raum mit dem asiatischen vergleichen kann, und inwieweit grundlegende Unterschiede in Sachen Mentalität und Kultur vorhanden sind, ist eines von vielen interessanten Themen, die den Profis gestellt wurden.
“Grundsätzlich einen Vergleich zu ziehen, ist recht schwierig. Wir haben uns anders entwickelt, als es die Spieler in Korea getan haben und werden dies auch weiterhin anders tun. Natürlich gibt es auch immer Parallelen, gar keine Frage, aber irgendwo zu hinterfragen, warum andere weiter sind als wir, das ist nicht der richtige Ansatz. Wir machen das, wie es eben bei uns funktioniert, wir haben eben bestimmte Barrieren, die andere nicht haben. Ob es dadurch dazu führt, dass es eben entsprechend länger dauert, oder das es etwas anders gemacht werden muss, lass ich mal einfach so stehen, Fakt ist aber, dass das Thema in Zukunft immer größer, besser, schöner und spannender werden wird”, meint Josh.

Gesellschaftliche und politische Akzeptanz gewünscht

Auch habe vieles mit der gesellschaftlichen Akzeptanz von Computerspielen zu tun, so Thomas. Während sich der eSport in Korea über Internetcafès entwickelte, spielte man, meist Jugendliche, hierzulande lieber für sich allein, organisierte kleine LAN-Parties und war für die allgemeine Öffentlichkeit “unsichtbar”. In Korea habe sich somit einfacher eine große Spielercommunity bilden können, da über Internetcafés auch andere Generationen angesprochen würden.
“[...]Das sind natürlich nochmal ganz andere Dimensionen, zu denen wir über kurz oder lang in Deutschland auch hinkommen werden, nämlich dann, wenn sich Gaming durchgesetzt hat, und vor allem, wenn wir nicht mehr über Basics reden müssen, ob man z.B. eine Lanparty tatsächlich veranstalten darf”, so Thomas von Treichel.
Gaming gelte immer noch als böse, und mit diese Auffassung müsse man sich beschäftigen und gezielt Aufklärung betreiben. “Erklären, erklären, erklären!” unterstrich Thomas seine Ausführung. Wichtig sei es, die Leute aufzuklären, worum es denn bei Gaming bzw. eSport überhaupt gehe. Die Integration von Spielen wie z.B.Guitar Hero oder diverser Handyspiele in das Programm der World Cyber Games werde zwar von einigen Spielern, beispielsweise aus dem Bereich WarCraft III oder Counterstrike, eher belächelt, jedoch sei dies eine Möglichkeit, durch die Einfachheit dieser Spiele gerade z.B. Eltern zu erreichen und aktiv aufzuklären.
“[...]es hilft, andere Themen aufzugreifen und den Leuten klar zu machen, dass eSport und Gaming einfach weitaus mehr ist, als das, was sie sich vielleicht darunter vorstellen.”

Wer die Sendung verpasst hat oder sich das Interview noch einmal anhören möchte, kann im oberen Bereich des Beitrages die Radiosendung als Soundfile abspielen.

Martin "Xathaes" Eichler
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